Das MIG-Schweißen von Gusseisen ist anspruchsvoll, aber mit den richtigen Materialien und Techniken machbar. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Auswahl des richtigen Schweißdrahts, der Einhaltung einer geringen Wärmezufuhr und einem sorgfältigen Vorbereitungsprozess.
Der hohe Kohlenstoffgehalt von Gusseisen macht es spröde und anfällig für Risse beim Schweißen. Sie benötigen spezielle Drähte auf Nickelbasis und spezielle Temperaturkontrollmethoden, um starke, rissfreie Schweißnähte zu erzielen.

Jeder Typ weist eine andere Kohlenstoffstruktur auf, die sich auf seine Reaktion auf Hitze und Schweißen auswirkt.
Für die meisten Gusseisenreparaturen sind Drähte auf Nickelbasis die beste Option.
Das richtige Schutzgas schützt Ihr Schweißbad und verbessert die Lichtbogenstabilität beim MIG-Schweißen von Gusseisen. Die Wahl des Gases hängt vom verwendeten Schweißdraht ab.

Entfernen Sie mit einer Schleifmaschine oder einer Drahtbürste Öl, Fett, Farbe und Rost aus der Schweißzone. Gusseisen ist porös und absorbiert Verunreinigungen, die, wenn sie nicht vollständig entfernt werden, Porosität verursachen.
Schleifen Sie eine mindestens 3 mm tiefe V-Nut entlang des Risses oder der Fuge. Dies gewährleistet ein gutes Eindringen und entfernt alle eingebetteten Verunreinigungen.
Erhitzen Sie das gesamte Werkstück mit einem Propanbrenner oder Ofen auf 260–315 °C. Das Vorwärmen verringert die Abkühlgeschwindigkeit und minimiert die thermische Spannung, die zu Rissen führt.
Überprüfen Sie die Temperatur mit einem Temperaturanzeigestift oder einem Infrarotthermometer. Halten Sie diese Temperatur während des gesamten Schweißvorgangs aufrecht.
Stellen Sie Ihr Schweißgerät für 1/8 Zoll dickes Material auf 18–22 Volt und 80–120 Ampere ein. Niedrigere Einstellungen reduzieren die Wärmezufuhr und verhindern ein übermäßiges Schmelzen des Grundmetalls.
Verwenden Sie eine Drahtvorschubgeschwindigkeit von 150–250 Zoll pro Minute. Beginnen Sie mit niedrigeren Einstellungen und passen Sie diese je nach Eindringtiefe und Perlenaussehen an.
Schweißen Sie kurze 1–2 cm lange Raupen und lassen Sie jeden Abschnitt zwischen den Durchgängen leicht abkühlen. Diese „Skip-Schweißtechnik“ verhindert Hitzestau und verringert das Rissrisiko.
Halten Sie einen Abstand von 3/8 bis 1/2 Zoll von der Kontaktspitze ein. Dieser kürzere Abstand ermöglicht eine bessere Lichtbogenkontrolle bei Gusseisen.
Hämmern Sie jede Schweißraupe sofort mit einem Kugelhammer, solange sie noch heiß ist. Leichtes Hämmern baut innere Spannungen ab und beugt Rissen beim Abkühlen der Schweißnaht vor.
Hämmern Sie nicht zu stark, da Sie sonst die Schweißnaht beschädigen. Schlagen Sie mäßig auf die gesamte Oberfläche der Naht.
Vergraben Sie das geschweißte Teil in Sand, Kalk oder Vermiculit, um die Abkühlung zu verlangsamen. Langsames Abkühlen über 24–48 Stunden verhindert die Bildung spröder, rissanfälliger Strukturen.
Decken Sie große Teile, die nicht vergraben werden können, mit Isolierdecken ab. Halten Sie das Teil nach dem Schweißen mindestens 2 Stunden lang über 200 °F.
Prüfen Sie, ob Risse mittels Farbeindringprüfung oder Sichtprüfung nach vollständiger Abkühlung. Kleine Oberflächenrisse können oft ausgeschliffen und neu verschweißt werden.
Schleifen Sie die Schweißnaht glatt, wenn das Aussehen wichtig ist. Nickelschweißnähte lassen sich hervorragend bearbeiten, während Stahlschweißnähte auf Gusseisen schwieriger zu bearbeiten sind.
Ja, aber nur für kleine Reparaturen mit hochnickelhaltigen Elektroden. Das Nickel bleibt weich und dehnt sich bei Belastung aus, wodurch das Rissrisiko auch ohne Vorwärmen reduziert wird.
Der häufigste Fehler ist die Verwendung zu großer Hitze. Übermäßige Hitze führt dazu, dass das Gusseisen beim Abkühlen reißt und die Reparatur dadurch ruiniert wird.
Gusseisen reißt, weil durch schnelles Abkühlen in der Wärmeeinflusszone sprödes Martensit entsteht. Diese harte, unflexible Struktur hält der Schweißspannung nicht stand.
Das Stabschweißen mit Nickelstäben ist für Anfänger bei Gusseisen im Allgemeinen einfacher. MIG-Schweißen funktioniert gut, erfordert jedoch eine präzisere Wärmekontrolle und die richtige Drahtauswahl.
Ja, Sie können Gusseisen mit Stahl verbinden, indem Sie Nickel- oder Edelstahl-Füllmaterialien verwenden. Erwärmen Sie beide Materialien vor und verwenden Sie die geringstmögliche Wärmezufuhr.
Führen Sie einen Funkentest durch. Grauguss und Sphäroguss erzeugen kurze, rote Funken, die auf Schweißbarkeit hinweisen. Weißguss erzeugt lange, weiße Funken und sollte nicht geschweißt werden.